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Was sind Balinesen,Javanesen und Mandarin???

Wer sie einmal gesehen hat, gerät leicht ins Schwärmen. Siamesen und deren einfarbigen Vettern-die Orientalen- in seidig zartem, halblangen Fell: Balinesen und Mandarin(Javanesen). Wir müssen uns also einen Siamesen mit fließend langen Fell denken, dann sehen wir einen Balinesen vor uns, und stellen wir uns ebenso eine Orientalin vor, erscheint demzufolge  eine Mandarin, die von einigen Zuchtverbänden auch Javanesen genannt wird, vor unserem geistigen Auge. Das längere und seidige Fell lässt die Katze harmonisch wirken. Eine Katze , die den temperamentvollen, extrem anhänglichen Siamcharakter  ebenso auf sich vereinigt wie deren Eleganz und naturgegebene Grazie.

Natürlich ist das längere Fell der Balinesen und Javanesen von ganz besonderer Art und mit keinem anderen Katzenfell zu vergleichen: es ist unglaublich weich, leicht und  seidig und weißt im Idealfall keine Unterwolle auf, demzufolge ist es extrem pflegeleicht und benötigt nahezu keine spezielle Maßnahme wie etwa das Fell einer Perserkatze. Das Balinesenfell und Mandarinfell verfilzt nicht, und die Tiere haaren im Gegensatz zu anderen Katzenrassen gar nicht. Eine "echte"Balinesin oder Mandarin ist schon am Fell zu erkennen. Jede Katze, die als Balinesin bezeichnet wird, aber Unmengen von plüschigem Pelz mit reichlich Unterwolle aufweist, ist sehr wahrscheinlich ein Kreuzungsprodukt mit Persern oder anderen Langhaarkatzen und somit für die Weiterzucht ungeeignet.

Die Wiege der Rasse steht in den USA, dort wurden langhaarige Varianten der Siamesen und Orientalen zum ersten Mal nach Standard gezüchtet. Selbstverständlich ging dem Anerkennungsprozess der Rasse  durch die großen Katzenzuchtverbände ein langer und beschwerlicher  Weg voraus, der von einigen wenigen enthusiastischen Züchtern bewältigt werden mußte, um zu erreichen, dass die Balinesen und Mandarin auf Ausstellungen konkurrieren durften und als eigenständige Rasse anerkannt werden.

Egal unter welchem Namen  diese Katzen oft präsentiert werden, eines ist ihnen allen gemeinsam, ihre Intelligenz, ihre Anmut und ihr lebhaftes Temperament. Wer einen  ruhigen Sofatiger sein eigen nennen möchte, sollte sich nicht für eine Balinesin oder Mandarin entscheiden. Zudem sind diese Katzen  wie ihre kurzhaarigen Vettern sehr gesellig und deshalb sollte man sie nicht alleine halten, sondern immer ein weiteres Tier der Schlankformrassen zugesellen, damit sich die Tiere im Spielverhalten und Bewegungsbedürfnis entsprechen. Der einzige Unterschied, der bisweilen beim Beobachten von langhaarigen und kurzhaarigen  Orientalen auffällt, ist der, dass es erscheint, als ob die Balinesen und Mandarins nicht ganz so stimmgewaltig sind wie ihre siamesischen kurzhaarigen Freunde.